Fein.
Mach mal ein Foto vom liegenden Kopf und schau die die Auslassventile von Z3 mal genauer an. Warum sehen die anders aus als die anderen?
Ansonsten: hör auf mich, vertraue mir... (die Schlange Ka aus dem Dschungelbuch).
Ich denke in manchen Dingen ähnlich bescheuert wie du, eher faul und geizig. Aber wenn du jetzt so weit gegangen bist, solltest du kurz vor Schluss nicht anfangen scheisse zu bauen. Also ich würde mir jetzt bei einer Musik meiner Wahl eine halbe Stunde Zeit nehmen und die Stehbolzen herausdrehen. Ich bin so faul, dass ich dazu nicht einmal im Ratschenkasten nach der passenden Nuss suche. Ich mache alles mit Ringschlüsseln und voller Drehung.
Dann hast du 12 Teile sauber auf dem Tisch liegen, kannst sie reinigen, schmieren und den Brösel zerbröseln. Wenn dann der Abend noch jung ist, machst du dir ein Stück auf dem Tisch frei, legst ein Tuch aus, wirfst die Steuerkette in den Schacht und hebst einfach die Zylinderbank aus ihrer Passung.
Keine Bange vor dem Wiedereinsetzen: Yamaha Zylinder sind unten konisch, man braucht kein Werkzeug um die Kolbenringe ein zu fädeln.
Dann kaufst du dir die Dichtungen die du brauchst und hast für die nächsten 200tkm Ruhe. Dann sehn wir auch endlich, wie die Fussdichtung funkt. Die Zylinder werden nämlich durch Oringe nach aussen abgedichtet, das Papier bestimmt letztlich nur die Dicke, auf die sie zusammnegepresst werden. Dann siehst du auch ob das Papier wie die Kopfdichtung Weissmetallbördeln an den Steigleitungen hat.
Hör auf mit dem Scheiss Silikon. Hatte ich auch gemacht, Dirko HT rot. Bringt gar nichts. War vlt. drei Wochen ölfrei. Silikon funzt meines Erachtens nur, wenn es eine gewisse Restdicke behalten darf, also neben der Dichtung, nicht auf der Dichtung. Du wirst in einer Yamaha Werkstatt kein Silikon finden, nur Yamabond.
So nun wasch dir schön die Hände, dass das Schwarzbrot nicht nach Öl schmeckt. Obwohl das eigentlich dazu gehört.
Grüße, Olaf
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wi müssen all tau Moder warn, tau Moder ... tau Moder ...!
