Crazy Cow hat geschrieben:
MartinR hat geschrieben:
Hallo Olaf,
das ist ja eine interessante Theorie..... kannst du das mal begründen/erläutern?? Bis grade eben dachte ich, das sich die Federrate aus Drahtquerschnitt und Windung ergibt.....
Gruß
MartinR
Hallo Martin, also gut.
Wurzel aller Feder ist der Federstab. Meinzwegen 4mm dick 1m lang.
Bohr ein Loch in die Wand, 4mm steck den Stab rein. Wenn du dran zupfst macht es "zong", grosse Amplitude niedriege Frequenz. Wenn du jetzt einen Wellensittich ans Ende drauf setzt, biegt er sich unter der gewaltigen Last.
Nimm einen zweiten Stab gleicher Beschaffenheit und kürze ihn auf 0,5m.
Steck ihn in das Loch in der Wand und er macht "zeng". kleine Amplitude hohe Frequenz. Jetzt musst du schon ein Huhn drauf setzen damit er sich durch biegt.
Jetzt nehmen wir die Stäbe und wickeln sie auf eine 24er Schraube.
Wir erhalten zwei gezogene Federn. Eine ist nur halb so lang wie die andere. Aber es ist die mit dem "Zeng", die härtere.
Sie ist aus dem gleichen Rohmaterial wie die andere, auch die Windungen sehen gleich aus, es sind nur halb so viele. Man kann den Versuch mit beliebigen längen wiederholen, bis wir die (gekürzte) Feder einer Gabel haben.
Die Federkennung ergibt sich aus dem Verhältnis von Querschnitt zur Länge. Der Querschnitt selbst sagt was über die Traglast aus. In Wirkichkeit wirkt die gleiche (Biege-)Spannung auf die gezogene Feder wie auf den geraden Stab.
Wehe es nimmt jetzt einer ein Physikbuch, ich hab das aussm Kopp gemacht, wie weiland Jean Pütz. (Wegen Karneval)
Sagst du mir jetzt, ob du hinten 155er Reifen fährst und ob du die in die Schwinge bekommst, ohne Luft ab zu lassen?
Tach auch,
das hast du aber schön erklärt... :-)
aber du hast einen Gedankenfehler, nämlich: die Feder wird ja von oben belastet, richtig? Das heißt, die Kraft, die ich brauche um meinetwegen zwei Windungen zusammenzudrücken ist immer z.B. 50 N. Weil ich ja den "Angriffshebel" an der Feder nicht ändere, anders als in deinem Stabbeispiel.
Die Kraft einer Feder ist nur durch den Drahtdurchmesser, den mittleren Windungsdurchmesser und die Windungsanzahl (bezogen auf die Federlänge) zu beeinflussen.
Klar, wenn ich jetzt den Federdurchmesser ändere, dann wird der "Biegehebel" kleiner oder größer, das heißt auch die Kraft die ich aufbringen muss. Ob ich nun 2 Windungen drücke oder 20, die Kraft bleibt die gleiche.
Das gilt für lineare Federn. Bei progressiven Federn erreiche ich durch die Kürzung der Feder auch eine andere Federrate.
Zum Hinterrad: ja, ich habe einen 155er Reifen drin. Und natürlich kriegt man den nicht eingebaut, wenn da Luft drin ist, wär ja auch zu einfach. Was Menschen ohne Kompressor daheim weiß ich nicht.... :-(
ich bin ja schon froh, das das Rad reingeht ohne das ich die Bremsscheibe demontieren muss, habe ich bei EML auch schon mal gehabt...
MartinR
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Was Geräusche macht, ist noch da.....
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