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Kupplung kaputt...

So 14. Sep 2008, 11:37

Hi Leute,

Jetzt hab ichs endlich geschafft meine grosse auf die Strasse zu bringen, da steht auch schon nach 400 km Fahrleistung das naechste Problem an.

Im Drehzahlbereich von 5500-6500 Touren rutscht mir die Kupplung durch... aber nur bei Volllast, beim langsamen beschleunigen nicht.

Wenn sie Warm ist, ist es nicht mehr so krass aber wenn sie kalt ist, ist gaaaanz vorsichtiges gasgeben angesagt.

Grade auf der AB bei 210km/h hat sie auch keine Lust mehr gehabt... :cry:

Das beste waere neue Kupplung oder kann man die letzte Zeit vorm Winter was trichsen???
Habt ihr ne bestimmte Adresse fuer vernuenftige Kupplungsersatzteile???
Was sollte eurer Meinung nach alles bei der Kupplung gleich mitgewechselt werden???
Ist totales Neuland fuer mich...

(Angst vor Ausbau...)

Gruss Gerhard

So 14. Sep 2008, 12:56

Moin moin,

ich will jetzt keinen falschen Tip geben, aber soweit ich weiß hilft bei einer rutschenden Kupplung ein Austauch der Kupplungsfedern. Falls du synthetisches Öl verwendet hast kann es auch daran liegen.

Hier findest du ne Anleitung zum Federtausch:
http://koblenz-net.de/~horn/schraub_2005-10-25/

Es geht zwar um die 650 Turbo, aber der unterschied ist minimal.

Federn bekommst du bei Louis. Gib einfach "Federn" ein dann müssten Sie an dritter Stelle auftauchen 15,95€ kosten die für die XJ900.

Viel Erfolg

Johannes

So 14. Sep 2008, 13:10

Hi,
ich habe ein mineralisches Motorradmotorenoel 15W50 spetiell fuer Nasskupplungen verwendet da ich eigendlich fahre bis der erste schnee gefallen ist.

ansonsten werd ich mir dann doch mal das Zerlegen und begutachten der Kupplung vornehmen muessen.

Danke fuer den Tip mit den Federn, werde aber wenn es ohne Zerlegung nicht moeglich ist doch alle Teile komplett erneuern. Nicht das ich in ein paar Tausend Kilometern wieder anfangen muss.

Gruss Gerhard

So 14. Sep 2008, 13:35

Moin Gerhard,
don t panic... das ist wie Lego zusammenstecken (leider nur etwas teurer :? )

Erst einmal würd ich den Zustand für die laufende "Saison" beibehalten und die letzten Sonnentage bei moderater Leistung genießen... 8)

Wenn Du dann den Winter einläutest, ist immer noch genug Zeit die Sache in Angriff zu nehmen.

Was Du in jedem Fall benötigst sind neue Reibscheiben...
(schau hier www.louis.de/_405c785e46c02202363a063b7 ... topic=list)

Es schadet auch nix, die Dichtung dabeizuhaben; kannst Du ja ggf. zurückgeben, wenn das Original bei der Demontage heil geblieben ist. (www.louis.de/_405c785e46c02202363a063b7 ... topic=list )

Einige Leute tauschen bei der Gelegenheit auch gleich die Federn, das kann, muß aber nicht...
(http://www.louis.de/_405c785e46c0220236 ... topic=list)



Aber nun zur Arbeit:

Ich geh mal davon aus, daß Dir an der Optik Deines Moped was liegt; du die Ziege also nicht zur Reparatur einfach auf die Seite legst... (das kann man bringen, dabei schwappt das Öl auf die linke Seite, und man kann rechts den Motor öffnen) :roll: in der Regel aber, läßt man das Öl aber vorher ab und das Möppi stehen.

Gut...
Öl draußen, Kupplungsdeckel lösen (wenn Du hier ganz vorsichtig bist und Glück hast, bleibt die Dichtung heil, ansonsten halt ersetzen).

Du hast nun Kupplungskorb, -druckplatte offen vor Dir. Bild

Die Schrauben lösen, Unterlegscheiben und Federn abnehmen, nun hast Du die Druckplatte lose in der Hand und kannst, nachdem Du sie abgenommen hast, das Reibscheiben/Lamellenpaktet entweder als ganzes oder in Einzelteilen entnehmen.Bild(Sprengzeichnung der Kupplung)



Soviel zur Demontage...

Entgegengesetzt der Demontagereihenfolge legst Du jetzt im Wechsel Reibscheiben und Lamellen ein.

Dann die Druckplatte (13) aufsetzen - dabei ist wichtig, daß der Punkt auf der Druckplatte mit dem auf der Kupplungsnabe (7) fluchtet; ansonsten ist die Funktion nicht gegeben. :shock:
Bild
Bild

Die Federn(14) und die Unterlegscheiben (15) auf die Bolzen (16) aufsetzen und die komplette Einheit in die Schraublöcher der Druckplatte, zu Anfang nur handfest.

Jetzt kommt der Punkt, wo man mit zu viel Kraft tatsächlich Schaden anrichten kann.

Diese Schrauben sollen lt. Werkstatthandbuch mit 10Nm angezogen werden; mir kommt das etwas zu stramm vor und wie Du auf dem Bild von der Kupplungsnabe sehen kannst, geht das auch gern schon mal nach hinten los (mag aber auch ein defekter Drehmomentschlüssel die Ursache gewesen sein :smt099 )

Ich selbst habe mich deshalb darauf beschränkt, diese Bolzen bis zum Anschlag einzudrehen und dann nur handfest - allerdings setze ich sie dann mit Schraubensicherung "mittelfest" ein, damit sie sich nicht verselbständigen können.
Dazu ist wichtig, das alle Gewinde fettfrei sind!

Zum Schluß den Motorseitendeckel wieder dran, ggf. mit erneuerter Dichtung und fertig (bevor Du die Inbusschrauben endgültig festziehst ( 6Nm) die Kupplungsfunktion kontrollieren).

Öl rein und huiiii... :smt002

fröhliches schräubeln
Andreas

So 14. Sep 2008, 13:35

moin,
die Kupplung selbst geht nicht kaputt.
Vor der Reparatur entscheiden:
1. Nur neue Federn (muss) 15-18€
2. Neue Deckeldichtung (sollte)?
3. Neue Beläge (kann) 45 -50€
4. Neue Lamellen (kann) ca. 40€

Bei den Belägen schleift max. einer durch. Ich würde immer überprüfen, ob es so ist. Neue Blechlamellen braucht man allgemein nicht, auch wenn man einen "Moment" schleifend gefahren ist. Nasskupplungen ziehen keine Riefen.

- Motorrad auf den Seitenständer
- Schale für Tropföl drunter
- Deckel entfernen
- Beim Federtausch eine Schraube im Korb nach der anderen herausdrehen, Feder tauschen, wieder eindrehen. fertig.

- ansonsten alle Schrauben raus
- Korb herunternehmen, dabei mit Daumen und zwei Fingern alle Scheiben mit herausnehmen.
- Achtung! aufpassen, dass das winzige Ausrücklager dahinter nicht herunter fällt.
- Das Scheibenpaket verkehrt herum auf einen sauberen Tisch
- Beläge wenden und genauso stapeln wie sie montiert waren.
- Bei einem defekten Belag kann man das Metall darunter sehen. Meist nur eine kleine Stelle aussen am Rand.
- Bei Bedarf austauschen.
- Dazu das Paket genauso legen wie es herauskam, damit es hakelfrei wieder in den Korb gelegt werden kann.
- Korb einsetzen
- Schrauben mit neuen Federn einsetzen
- Mit passendem Ringschlüssel handfest ziehen.
- keinesfalls anwammsen, das Gegengewinde ist aus Alu und nur ca. 8mm lang. Es ist schnell überdreht. Die Federn selbst verhindern, dass sich die Schrauben lockern.

Gruss, CC

So 14. Sep 2008, 18:12

Danke Jungs,

werde mir die Materie naechste Woche mal zu Gemuete fuehren,
erst mach ich mal ne Bestandsaufnahme was ich alles brauche, danach werd ich dank eurer hilfreichen Schraubertips meine grosse schon wieder hinkriegen.

Danke nochmal, ich mach Meldung wenn alles geklappt hat.

Bis die Tage gruss Gerhard :wink:

Mo 15. Sep 2008, 09:31

Bevor es ans Zerlegen geht:
Hat die Kupplung am Hebel genug Spiel ? 2 - 3 mm sollten es schon sein, denn sonst kommt es vor, dass die Kupplung rutscht, weil sich das Spiel abhängig von der Motortemperatur verändert.
Dann das Öl: Ich hatte auch einmal gemeint, gutes Öl (Synthetik, hohe Viskosität, etc.) nehmen zu müssen und dann rutschende Kupplungen und siffende Motoren an meinen 650ern und 750ern, am schlimmsten an meiner Turbo. Das witzige ist, nach dem Einfüllen von mineralisch 15W40, war das alles wieder weg. Man muss halt damit leben, dass die Motoren der frühen 80er Jahre nicht für moderen Schmierstoffe gemacht worden sind.
Da ich mittlerweile mehrere Bikes besitze, mit Laufleistungen zwischen 100 000 und 150 000 km, weitestgehend mit mineralischen Öl gefahren, habe ich auch keine Bedenken das weiterhin zu verwenden.

Die XJ - Kupplungen halten im normalen Gebrauch eigentlich ewig. In meiner XJ 650 mit knapp 150 000 km auf der Uhr ist immer noch die erste drin, auch im 31A Motor meiner Seca mit 120 000 km.
An meiner Turbo musste ich allerdings schon bei 90 000 die Beläge wechseln und an einer 650er mit der ich einmal, im Schlepptau der Tour de France den Col de Galibier hinauf im Stopp and Go gefahren bin. Allerdings waren da die Stahlscheiben wegen Überhitzung verzogen und nicht die Beläge ab.
Grüsse
Andreas

Mo 15. Sep 2008, 12:36

Ich hab das gleiche Problem...etwas mehr bei Kalt und Last/+vollgas.
Kann da mit noch ... leben .
Weil werder beim Schalten und im Normalbetrieb tritt dies auf.

Ich finde auch , daß es einmal "ohne" Ölablassen geht durch zur Seite kippen oder wenn der Ölwechsel an steht ...
Dichtung kann auch durch wenn schon vorhanden durch "Dichtung uas d Tube" abgedichtet werden.
Nur beim entfernen der Deckeldichtung keine Kratzer ...

Die Federn können auch durch die Kupferölablass?schrauben - Dichtringe verdichtet werden und die ganze Federwirkung wird wieder verstärkt.(...ein Tip vom Werner aus d Vergangenheit)
Der Kupplungshebel geht dadurch etwas schwieriger.

Federn im Handel gibt es auch in 2 "Härten"
Welche hier nur die richtigen sind kann ich nicht sagen ...
Welche Erfahrung habt ihr ?

Gruß Chris

Mo 15. Sep 2008, 12:39

Hi Andreas,

ich fahre 15w50 mineralöl speziell für nasskupplungen, daran dürfte es nicht liegen.

Habe den Fehler denke ich schon entlarvt, wenn ich mit meinen (noch) geringen Schraubererfahrungen richtig deute dürfte man die Federn nicht wirklich mit den Fingern fast ganz zusammendrücken können!
Also, ausgeleierte Federn raus und neue verstärkte rein.
Lamellen und Stahlscheiben schauen einwandfrei aus.
Dann müsste sie wieder gehen.

Danke für deine/eure Tips.

Gruss Gerhard

Mo 15. Sep 2008, 12:54

Gerhard hat geschrieben:... dürfte man die Federn nicht wirklich mit den Fingern fast ganz zusammendrücken können...

... stimmt!
Wenn Die Federn so weit durch sind, nützen die besten Beläge nix.

Na fein, dann ist das Problem ja ganz schnell aus der Welt.l

Mo 15. Sep 2008, 14:23

Sauber, das ist gut für mein neu entdecktes Schrauberego.

Schönen Gruß

Johannes

Sa 20. Sep 2008, 18:25

Tach zusammen,

habe neue Originale Federn verbaut. Die neuen waren um 1.3mm länger als die alten. Es ist zwar etwas besser aber wenn Sie kalt ist rutscht die Kupplung immernoch bei ca 6000 Touren beim Rausbeschleunigen durch. wenn Sie warm ist nicht mehr.

Zum Thema Federn bei Louis... Die Pfeifen schreiben im Katalog "...für alle Modelle", Für die 31A haben sie keine! Bin umsonst hingefahren! Nur so als Tip für alle.
Musste beim Yamaha Händler bestellen.

Kann sich das mit der Kuplung noch geben oder sind neue Lamellen und Stahlscheiben fällig? Lamellen haben aber alle noch Belag drauf...

Grüßle Gerhard.

Sa 20. Sep 2008, 19:59

Gerhard hat geschrieben:Tach zusammen,

habe neue Originale Federn verbaut. Die neuen waren um 1.3mm länger als die alten. Es ist zwar etwas besser aber wenn Sie kalt ist rutscht die Kupplung immernoch bei ca 6000 Touren beim Rausbeschleunigen durch. wenn Sie warm ist nicht mehr.

Zum Thema Federn bei Louis... Die Pfeifen schreiben im Katalog "...für alle Modelle", Für die 31A haben sie keine! Bin umsonst hingefahren! Nur so als Tip für alle.
Musste beim Yamaha Händler bestellen.

Kann sich das mit der Kuplung noch geben oder sind neue Lamellen und Stahlscheiben fällig? Lamellen haben aber alle noch Belag drauf...

Grüßle Gerhard.


moin,
die Louis Federn (Girling,Lucas) für Yamaha sind für für alle Modelle aus der Zeit auch die gleichen. Allgemein nimmt man ein Sixpack. XS, Tr1, XV usw. da sind dann 6 Federn drin statt 5.

Wie schon mal beschrieben sind diese Federn härter als die Yamaha Federn aber nur unwesentlich länger. Die billigen Gericke Federn sind nicht härter aber 5mm länger. Die sind sinnvoler für eine gebrauchte Kupplung.

Noch einmal: wenn die Beläge auf jeder Seite nur 0,1mm verschleissen, wird das Kupplungspaket über 1,5 mm dünner. Das muss doch ausgeglichen werden!

Gruss, Olaf

Do 27. Nov 2008, 02:04

ciao Biker
Hab mal die Federn getauscht ...wie beschrieben
Nur hab nicht auf d Position des KHebel-Arm am Gehäusedeckel gemerkt. bis die Druckposition ...Und innen muß ja auch die halbgewindestange stehen...45Grad , aber d Hebel Grad/Winkel ...?
Was ist nun die Grundstellung unten am Deckelhebel?

Grüssle chris

Do 27. Nov 2008, 14:04

Hi Chris,

ich baue den Deckel immer mit Hebelstellung ca. 06.00Uhr an den Motorblock. Wenn die Zahnstange der Kupplung richtig stehet, dreht der Hebel vom Deckel über die Verzahnung in die richtige Position, wenn er dann am Block anlieget. Ein wenig Geduld, wenn du es noch nie gemacht hast. Ich habe den Deckel auch des öfteren wieder demontiert, bis es passte.
Kontrolliere bitte auch den Kupplungszug, jetzt wo er ausgehangen ist. Er muß ganz leicht zu bewegen sein. Hatte schon den Fall, verstärkte Federn eingebaut, anschließend schmerzende linke Hand, weil der Zug nicht mehr ok war. Neuer Zug und verstärkte Federn, wie original, ein wenig strammer.


Bild

Gruß,

Klaus
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