So 14. Sep 2008, 13:35
Moin Gerhard,
don t panic... das ist wie Lego zusammenstecken (leider nur etwas teurer

)
Erst einmal würd ich den Zustand für die laufende "Saison" beibehalten und die letzten Sonnentage bei moderater Leistung genießen... 8)
Wenn Du dann den Winter einläutest, ist immer noch genug Zeit die Sache in Angriff zu nehmen.
Was Du in jedem Fall benötigst sind neue Reibscheiben...
(schau hier
www.louis.de/_405c785e46c02202363a063b7 ... topic=list)
Es schadet auch nix, die Dichtung dabeizuhaben; kannst Du ja ggf. zurückgeben, wenn das Original bei der Demontage heil geblieben ist. (
www.louis.de/_405c785e46c02202363a063b7 ... topic=list )
Einige Leute tauschen bei der Gelegenheit auch gleich die Federn, das kann, muß aber nicht...
(
http://www.louis.de/_405c785e46c0220236 ... topic=list)
Aber nun zur Arbeit:Ich geh mal davon aus, daß Dir an der Optik Deines Moped was liegt; du die Ziege also nicht zur Reparatur einfach auf die Seite legst... (das kann man bringen, dabei schwappt das Öl auf die linke Seite, und man kann rechts den Motor öffnen)

in der Regel aber, läßt man das Öl aber vorher ab und das Möppi stehen.
Gut...
Öl draußen, Kupplungsdeckel lösen (wenn Du hier ganz vorsichtig bist und Glück hast, bleibt die Dichtung heil, ansonsten halt ersetzen).
Du hast nun Kupplungskorb, -druckplatte offen vor Dir.

Die Schrauben lösen, Unterlegscheiben und Federn abnehmen, nun hast Du die Druckplatte lose in der Hand und kannst, nachdem Du sie abgenommen hast, das Reibscheiben/Lamellenpaktet entweder als ganzes oder in Einzelteilen entnehmen.

(Sprengzeichnung der Kupplung)
Soviel zur Demontage...
Entgegengesetzt der Demontagereihenfolge legst Du jetzt im Wechsel Reibscheiben und Lamellen ein.
Dann die Druckplatte (13) aufsetzen - dabei ist
wichtig, daß der Punkt auf der Druckplatte mit dem auf der Kupplungsnabe (7) fluchtet; ansonsten ist die Funktion nicht gegeben.


Die Federn(14) und die Unterlegscheiben (15) auf die Bolzen (16) aufsetzen und die komplette Einheit in die Schraublöcher der Druckplatte, zu Anfang nur handfest.
Jetzt kommt der Punkt, wo man mit zu viel Kraft tatsächlich Schaden anrichten kann.Diese Schrauben sollen
lt. Werkstatthandbuch mit 10Nm angezogen werden; mir kommt das etwas zu stramm vor und wie Du auf dem Bild von der Kupplungsnabe sehen kannst, geht das auch gern schon mal nach hinten los (mag aber auch ein defekter Drehmomentschlüssel die Ursache gewesen sein :smt099 )
Ich selbst habe mich deshalb darauf beschränkt, diese Bolzen bis zum Anschlag einzudrehen und dann nur handfest -
allerdings setze ich sie dann
mit Schraubensicherung "mittelfest" ein, damit sie sich nicht verselbständigen können.
Dazu ist wichtig, das alle Gewinde fettfrei sind!Zum Schluß den Motorseitendeckel wieder dran, ggf. mit erneuerter Dichtung und fertig (bevor Du die Inbusschrauben endgültig festziehst ( 6Nm) die Kupplungsfunktion kontrollieren).
Öl rein und huiiii... :smt002
fröhliches schräubeln
Andreas