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BeitragVerfasst: Di 29. Sep 2009, 12:38 
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http://xjfahrer.diskutieren.net/sutra22 ... ght=#22240

ich gebe allerdings zu, dass ein 0W-x Öl ein wenig dünne ist (außer bei kräftigen Minustemperaturen....)
Es gab bis vor ein paar Jahren ein CASTROL RS 10W-60. Das war extra für den hohen Temperaturbereich gemacht und funktionierte auch prächtig (obwohl vollsynthetisch!). Leider hat CASTROL dann unter dieser Produktbezeichnung ein viel schlechteres Öl weiterverkauft und zur Gewinnoptimierung dieses TWS oder so ähnlich rausgebracht, was nix anderes war als das alte RS nur noch teurer. (Deshalb hat zum Beispiel BMW auch die Freigabe für das "neue" RS ruckzuck zurückgezogen und das TWS freigegeben.)
Achtet doch einfach auf die API und ACEA Klassifikationen. Damit wird die Leistung (Schmierfähigkeit usw.)des Öls angegeben.

PS: ich hatte wegen vollsynthetischem Öl noch nie eine rutschende Kupplung; das war wenn, dann was anderes!

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BeitragVerfasst: Di 29. Sep 2009, 17:59 
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Hi,

seit vier Jahren und ziemlich genau 40.000 Km, befülle ich meinen 4BB-Motor mit dem vollsynthetischen Gebräu von Procycle, bei Louis zu erwerben. 10W50. Noch nie eine rutschende Kupplung, welche bei mir auch noch nicht erneuert wurde, und je nach Fahrweise einen Ölverbrauch zwischen 0 und 0,3L auf Tausend. Tachostand 97.000 Km.
Auch der Anlasserfreilauf zickt noch nicht rum.

Denke, wenns rutscht, Kupplungszug, oder Federn. Halt das Übliche.



Gruß,

Klaus

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BeitragVerfasst: Di 29. Sep 2009, 23:08 
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Entscheidend ist wohl die 50 oder die 60 hinter dem W. Es gibt Aussagen, dass sich die Yamaha Motoren Vollsynth 10W40 einfach so reinschnupfen, denn es ist nun mal deutlich dünner als mineralisches.

Ich habe auch die Erfahrung gemacht, dass Vollsynth Öl kein Kupplungsrutschen verursacht und nicht den Ölverbrauch steigert.

Bei teilsynth. Öl habe ich genau das Gegenteil erfahren.
Ich will aber gar nicht wissen woran das liegt, es gibt ja genug Auswahl.


Äh, sagt es nicht weiter, aber ich mische mir meine Additive selbst ins Mineralische. Wenn das einer hört, werde ich gesteinigt.

Gruss, Olaf

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BeitragVerfasst: Mi 30. Sep 2009, 09:32 
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Crazy Cow hat geschrieben:


ich mische mir meine Additive selbst ins Mineralische.


Und was kannst Du da empfehlen?
Gruß Werner


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BeitragVerfasst: Mi 30. Sep 2009, 10:21 
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Crazy Cow hat geschrieben:
Entscheidend ist wohl die 50 oder die 60 hinter dem W. Es gibt Aussagen, dass sich die Yamaha Motoren Vollsynth 10W40 einfach so reinschnupfen, denn es ist nun mal deutlich dünner als mineralisches.

Ich habe auch die Erfahrung gemacht, dass Vollsynth Öl kein Kupplungsrutschen verursacht und nicht den Ölverbrauch steigert.

Bei teilsynth. Öl habe ich genau das Gegenteil erfahren.
Ich will aber gar nicht wissen woran das liegt, es gibt ja genug Auswahl.


Äh, sagt es nicht weiter, aber ich mische mir meine Additive selbst ins Mineralische. Wenn das einer hört, werde ich gesteinigt.

Gruss, Olaf


Na das wird doch wohl nicht MOS2 sein?

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BeitragVerfasst: Fr 16. Okt 2009, 19:01 
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moin,
hab den Fred etwas aus den Augen verloren, bei mir werden nicht mehr alle neue Antworten angezeigt.

Ich hab da schon einiges probiert, gell?

Es gibt von LiquiMoly ein Produkt das heisst "Stop Ölverlust" oder so. Neuerdings steht drauf, dass es nicht für Motorradmotoren geeignet ist. Der XJ Motor hat auch überhaupt nicht drauf reagiert (akustisch jetzt). Aber es gab keine Ausnahmeverbräuche von 1l/1000km im Sommer auf der Autobahn mehr. Wohl aber der grosse XV Motor, eher so´n Trampeltier. Der Ölverbrauch ging von 0,5l auf etwa 0,1l/1000 zurück. Nach der Winterauszeit war die Wirkung dahin.
Der Motor verbraucht etwa 50% durch Verlust, Kettenspanner und Motorfuge tropfen direkt auf den Auspuffsammler, die anderen 50% aus Ventilschäften und Alter.

Beiden Motoren (bei mit stärkeren Kupplungsfedern) hatte ich auch mal MoS2 von LiquiMoly verabreicht, halbe Dosis 2% auf die Ölmenge sind angesagt. Auch da hatte der XJ Motor nicht reagiert. Ich bin mir aber sicher, dass es beim Kaltlauf (Nocken), sowie an den Schaltgabeln bei heissem Motor hilft. Jedenfalls hatte ich danach kein Problem mehr, bei der XJ den Leerlauf zu finden.

Die XV hat kürzlich wieder 50ccm MoS2 bekommen. Kuppelt sanfter ein und läuft deutlich leiser. Sie hat Kugelhauptlager. Ebenso sind die Nocken und Kipphelwellen chronisch gefährdet. Die Zylinder sind mir egal, die werden immer geschmiert. Besonders kritisch finde ich auch die grossen Kugellager auf der Getriebewelle. Rauschende Wälzlager halten mit MoS2 noch ewig. Radial-Kugellager haben nämlich immer eine Gleitreibung, das geht nicht anders.

Bei langen Autobahnfahrten und vor dem Winter mit längeren Standzeiten gibt es Zweitaktöl für Tankmischung etwa 1:100 ins Benzin.
Bei der GTS verkneife ich mir das alles momentan nur wegen Kat.

Gruss, Olaf

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BeitragVerfasst: Di 10. Nov 2009, 13:32 
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Crazy Cow hat geschrieben:
moin,
hab den Fred etwas aus den Augen verloren, bei mir werden nicht mehr alle neue Antworten angezeigt.

Ich hab da schon einiges probiert, gell?

Es gibt von LiquiMoly ein Produkt das heisst "Stop Ölverlust" oder so. Neuerdings steht drauf, dass es nicht für Motorradmotoren geeignet ist. Der XJ Motor hat auch überhaupt nicht drauf reagiert (akustisch jetzt). Aber es gab keine Ausnahmeverbräuche von 1l/1000km im Sommer auf der Autobahn mehr. Wohl aber der grosse XV Motor, eher so´n Trampeltier. Der Ölverbrauch ging von 0,5l auf etwa 0,1l/1000 zurück. Nach der Winterauszeit war die Wirkung dahin.
Der Motor verbraucht etwa 50% durch Verlust, Kettenspanner und Motorfuge tropfen direkt auf den Auspuffsammler, die anderen 50% aus Ventilschäften und Alter.

Beiden Motoren (bei mit stärkeren Kupplungsfedern) hatte ich auch mal MoS2 von LiquiMoly verabreicht, halbe Dosis 2% auf die Ölmenge sind angesagt. Auch da hatte der XJ Motor nicht reagiert. Ich bin mir aber sicher, dass es beim Kaltlauf (Nocken), sowie an den Schaltgabeln bei heissem Motor hilft. Jedenfalls hatte ich danach kein Problem mehr, bei der XJ den Leerlauf zu finden.

Die XV hat kürzlich wieder 50ccm MoS2 bekommen. Kuppelt sanfter ein und läuft deutlich leiser. Sie hat Kugelhauptlager. Ebenso sind die Nocken und Kipphelwellen chronisch gefährdet. Die Zylinder sind mir egal, die werden immer geschmiert. Besonders kritisch finde ich auch die grossen Kugellager auf der Getriebewelle. Rauschende Wälzlager halten mit MoS2 noch ewig. Radial-Kugellager haben nämlich immer eine Gleitreibung, das geht nicht anders.

Bei langen Autobahnfahrten und vor dem Winter mit längeren Standzeiten gibt es Zweitaktöl für Tankmischung etwa 1:100 ins Benzin.
Bei der GTS verkneife ich mir das alles momentan nur wegen Kat.

Gruss, Olaf



Das mit dem MOS2 kann ich nur empfehlen!

Ich hatte in meiner Studienzeit (irgendwann im letzten Leben...) rein wissenschaftliche Untersuchungsberichte und Ergebnisse über die Verschleißmindernde Wirkung dieses Feststoffzusatzes in der Hand. Ich habe später aber ums Verrecken das nicht mehr gefunden. Ergebnis war aber eindeutig: mindert den Verschleiß nachweisbar (nachgewiesen durch Testläufe auf genormten Prüfstandmotoren). Optimale Zugabe : 5% der Gesamtölmenge. Auch eine erhöhte Sauberkeit wurde festgestellt (Kolben, Kolbenringnuten etc.). Aber dann bitte immer zugeben, denn es ist kein dauerhaft "beschichtender Stoff" wie dieses PTFE oder so, sondern wirkt nur, solange es mit im Öl ist. Ergibt bei mir auch keine Probleme mit Kupplungsrutschen. Hat sich bisher bewährt in sämtlichen PKW-Motoren in der Familie. Laufleistungen mit 600.000 und 700.000 Km (allerdings auch schöne 6-Zylinder) sind normal gewesen; dann war der TÜV vom Rost entsetzt, nicht vom Motor... der lief immernoch ordentlich.
Ich selber benutze es auch im Autogetriebe.

Aber niemals im Automatikgetriebe!!!!!!
(und sollte jemand noch eine Honda CJ250T fahren (ohne Ölfilter), bitte auch nicht benutzen!)

Das 2-Taktöl im Tank ist bei mir vor der Wintereinmottung auch drin. Verhindert das Verkrusten im Vergaser durchs lange Stehen.

Dieses Ölverlust-Stop bringt nix in Bezug auf Verschleiß. Das quellt nur die Dichtungen auf zur besseren Abdichtung und versaut das empfindliche chemische Gefüge des Motoröls.(Was beim MOS2 ja nicht passiert, denn es ist ein nicht löslicher Zusatz, der keine Reaktion mit dem Öl eingeht, sondern nur "mit schwimmt").
Wie lange meine alte Dame damit leben wird, werd ich nicht "erfahren", da sie mich wohl im Normalfall überleben wird.
Und auf die Frage, ob sich das denn finanziell überhaupt lohnt:
soll doch jeder selbst entscheiden. Wie ich schon in einem anderen Öl-Fred sagte: die XJ fährt auch mit billigem Frittolin aus der hauseigenen Fritteuse; aber bitte das Schmelzen vor dem Fahren nicht vergessen ;-)

PS: das mit der Benachrichtigung bei neuen Beiträgen klappt bei mir auch nicht...

@Olaf: dann werden wir zu zweit gesteinigt :smt089

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BeitragVerfasst: Di 10. Nov 2009, 14:02 
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Ch.Thonn hat geschrieben:
PS: das mit der Benachrichtigung bei neuen Beiträgen klappt bei mir auch nicht...


Dafür kriege ich sie doppelt. :D

Überprüfe noch mal deine Foreneinstellungen. Das kann ich auch, aber nicht wirkungsvoller als du selbst. Ich müsste dazu wissen, wo ein Häkchen gemacht werden soll.

MoS2:
Es gibt die Kritik, das Zeug setze alle Schmierkanäle zu. Vielleicht, aber nicht bei Yamaha Motoren. Bis zum Kauf der GTS war ich der Meinung, Yamaha hätte für die Ultrakurzhuber die Technik geändert. Das ist nicht der Fall. Ambitionierte Rennfahrer und Frickler (Sepp Koch, TR1) ersetzen sogar Pleuellager durch das erste Übermass ohne zu schleifen, damit das Laufspiel geringer wird, für Vollsysnth Öl taugt und der Öldruck steigt.
Yamaha Motoren haben von sich aus genügend Laufspiel, dass in erster Linie für Mineralöl geignet ist, da setzt sich nichts zu.

Auch haben wir es mit Bauteilen zu tun, die mit der Hontechnik der 1980er Jahre bearbeitet sind. Da hat sich inzwischen sehr viel getan. Verschlissene schwächliche Honspuren erfordern imho sogar einen Gleitzusatz, der auch in vielen Mineralölen in anderer Form als Additiv enthalten ist. Jeder Hersteller verwendet übrigens eigene Additve, das Basisöl ist fast überall gleich, es gibt nur noch wenige Raffinerien. Es werden auch Additive für weniger Temperaturentwickung beigemischt oder solche gegen Ölkohleentwicklung oder Schaum- und Schlammbildung. Leider sind die Auskünfte auf der Verpackung nicht so präzis, dass sich der Laie selbst ein Bild über die Marke seines Vertrauens bilden kann.

Einen Entwicklungssprung gibt es bei Yamaha m.W. im Jahr 2003. Die laufende Serie der FJR ist davon betroffen, da gibt es unterschiedlich konzipierte Motoren. Bis dahin hat man das gebaut, was bewährt war.*

Ja, und das Stopp Ölverlust würde ich mal von der Liste der Empfehlungen streichen, obwohl neuerdings da auch Gleitmittel drin sind.

Gruss, Olaf

* edit: Die Philosophie grossen Laufspiels und grosser Spülkanäle für eine grössere Ölumwälzung bei geringerem Öldruck teilt Yamaha übrigens mit den VW Boxer und den luftgekühlten Deutz Diesel Motoren. Beide mit sehr langlebigen Kurbeltrieben, sind aber auch vom Markt verschwunden.
Honda Motoren sind seit jeher genau konträr konzipiert.

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BeitragVerfasst: Di 10. Nov 2009, 19:06 
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Da das MOS2 so feine Partikel hat, dass es durch jeden herkömmlichen Ölfilter durchgeht, trifft das mit dem Verstopfen nur bei Feinstkanälen und Bohrungen zu, wie sie bei manchen Automatikgetrieben vorkommen.
Falls ich es richtig im Kopf habe, reden wir hier von "Korngrößen" unter 5 müühkrometer. (Sozusagen Feinststaub im Öl aber ohne Plakettenzwang...)


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Meine Einstellungen stimmen; früher klappte es mit diesen auch - und wenn man vom Teufel spricht: jetzt gerade auch wieder

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BeitragVerfasst: Di 10. Nov 2009, 22:26 
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im Grunde würden Tenside als Gleitmittel genügen. Schäumt schön..

unkommentiert, aber doch informativ:

Motoröl

Gruss, Olaf

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BeitragVerfasst: Sa 5. Feb 2011, 20:02 
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Servus!

SAE 20W-50 von Polo. Dieses Öl sorgt bei meiner XJ für seine Aufgabe.

Ach ja:

Synthetisches Motorradmotoröl ist nicht ident mit synthetischem Motoröl für Autos.

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Zuletzt geändert von Steve am So 6. Feb 2011, 11:09, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: So 6. Feb 2011, 11:02 
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Hi allerseits,

bei mir leistet das 10W40 teilsync von Louise seit Jahren
in allen meinen bislang 6 Bikes mit ges ca. 65.000 km ohne
Kupplungsmucken seine Dienste.
Ich bins zufrieden.

Grüße,
Kurt :top:

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oder:
leb' dein Leben als biker so lang's die andern dir lassen!


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BeitragVerfasst: So 6. Feb 2011, 14:53 
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nun sind bei uns die Ölfronten nicht so verhärtet wie anderswo und das ist auch gut so.


Steve hat geschrieben:
Servus!

SAE 20W-50 von Polo. Dieses Öl sorgt bei meiner XJ für seine Aufgabe.

Ach ja:

Synthetisches Motorradmotoröl ist nicht ident mit synthetischem Motoröl für Autos.


Stimmt, merkt man auch speziell an der Kupplung. Ich hatte mal ne CX 500, die bläute. Im ersten halben Jahr nach dem Kauf habe ich alle mech. Undichtheiten beseitigt. Dann vom Teufel geritten Autosynth eingewechselt. ging nicht. Danach einer Werkstatt für TÜV und Ölwechsel gegeben (sauber Sach) und einen Seitenwagen dran gehängt. Sie brauchte fast kein Öl mehr und die Kupplung hielt.


Ansonsten sind wir alle hoffentlich abgeklärt genug, für ein paar Erkenntnisse neben den üblichen Plattheiten: Ich empfehle dringend allen Fahrern, ihren Motorrädern das Öl zu geben, das sie schon immer genommen haben. Nach dem Kauf einer "ich weiss nicht" neuen Gebrauchten das Öl was vom Hersteller gefordert wird mit geringen Abweichungen.

In den 80er Jahren galt noch: nie einen eingefahrenen Motor von mineralisch auf synthetisch umstellen und unsere Motoren sind aus den 80ern.

Geringe Abweichungen heisst (laienhaft ausgedrückt):
mineralisches Öl hat von Hause aus eine Viskosität von etwa 20. Durch Additive werden seine Eigenschaften verbessert, vor allem seine "Sommereigenschaften" erhöht. Typisch ist da wohl 20W-40 oder 15W40.

Bei anderen Werten 10W-40 oder 20W-50 immer zuerst überprüfen, ob Synthese im Spiel ist. Ich will Synthetik Öl gar nicht verteufeln und vielleicht kann man ja inzwischen auch mineralisches Öl auf die höheren Werte "strecken", aber der Grundstoff, die Basisflüssigkeit für synth. Öle ist kein Mineralöl, sondern Flüssigkeiten mit niederer Viskosität. Es ist dünnflüssiger. Es hat im Sommer keine Visosität von 50, sondern es verhält sich schmiertechnisch so wie Öle (Getriebeöle) mit diesem Wert, wie auch Mineralöl im Winter bei Null Grad Fahrenheit keineswegs eine Viskosität von 15 hat (eher eine von 80) sondern es verhält sich so wie ein Öl dieser Klasse. Die Klassenzuordnung wird nach amerik. Muster (SAE) vorgenommen.

Kurzum Mehrbereichsöle sind, wenn sie nicht rein mineralisch sind, immer dünnflüsser als das Öl, mit dem der Motor vor 30Jahren mal eingefahren wurde. Der Umstand, dass es besonders schnell zu den Schmierstellen gelangt, trägt imho leider dazu bei, dass es auch besonders schnell aus den Schmierstellen wieder herausläuft. Diese Eigenschaft wird m.W. durch Synthese verbessert. Polymere brechen aber irgendwann auf, d.h. synth. Öle verlieren ihre Eigenschaften und ihre Schmierqualitäten oder halten sich ganz einfach nicht in den Gleitlagern, wodurch der tatsächlich nötige Öldruck verloren geht, der dort nicht gemessen werden kann.

Mineralische Öle behalten m.W. ein Leben lang ihre Schmiereigenschaften. Ihre sonstigen additiv. Qualitäten hins. Nasskupplung, Winterbetrieb usw. gehen allmählich verloren.

Wer also Ultra Mehrbereich-, Leichtlauf-, oder snth. Öl fährt: regelmässig wechseln und:
lieber keine Empfehlungen aussprechen. Es kann sein, dass der 20 Jahre alte Motor eines guten Freundes dran verreckt.

Gleiches gilt für das Additiv Molybdänsulfid. Es wirkt speziell dann Wunder, wenn die Honung eines alten Motors allmählich verschlissen ist. Wo sich Öl nicht mehr halten kann hält sich recht dauerhaft MoS2, es braucht keine Honung. Bei einem unverschlissenem Motor bringt es nichts. Es kann eher dazu führen, dass einige bewegte Teile leicht über die MoS2 grundierten Teile flitzen, aber weniger mit einem Öl geschmiert werden, das wahrscheinlich bessere, breitere Eigenschaften hat.

Grüße, Olaf

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BeitragVerfasst: So 6. Feb 2011, 15:32 
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Hallo Olaf!!!

Zitat:
Olaf schrieb:
...im Winter bei Null Grad Fahrenheit
:smt007 :snoopy


Soll heissen: -17,8° auf der Celsius-Skala.

(F° - 32):1.8= C°

Dein Artikel ist wirklich sehr ausführlich und informativ gehalten. Es sollte eigentlich keine weiteren Fragen geben (dürfen).

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BeitragVerfasst: So 6. Feb 2011, 15:53 
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Steve hat geschrieben:
Hallo Olaf!!!

Zitat:
Olaf schrieb:
...im Winter bei Null Grad Fahrenheit
:smt007 :snoopy


Soll heissen: -17,8° auf der Celsius-Skala.

(F° - 32):1.8= C°

Dein Artikel ist wirklich sehr ausführlich und informativ gehalten. Es sollte eigentlich keine weiteren Fragen geben (dürfen).


moin Steve,

das Problem sind ja nicht die Fragen, die Standpunkte sind (woanders) einfach zu verhärtet.
Zu Herrn Fahrenheit: Es wird allgemein geschulmeistert, der obere Viskositätswert würde bei 100 Grad Celsius (Motor-und Öltemperatur) gemessen. Ich habe dem nie widersprochen, aber ich glaube das nicht.
1. Das SAE Messverfahren wurde normiert, als die typische Öl- und Motortemperatur noch 80-90 Grad betrug. (KHD rief zur Präsentation seiner Direkteinspritzer in den frühen 70ern den höchsten Wirkungsgrad bei 78,irgendwas aus.)

2. Warum sollte ein amerikanischer Imperialist in den 1960er auf die Idee gekommen sein, den einen Wert auf Grad Fahrenheit zu basieren, den anderen auf Grad Celsius?

Lassen wir das mal so stehen, ist ja auch Wurst, denn das Ergebnis ist ja relativ.

Grüße
Olaf

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