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BeitragVerfasst: So 6. Feb 2011, 16:07 
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Hi nach Hanau bzw. Diktat!

Jetzt wird´s aber leicht akademisch... :partyman:

PS

Herr Deutz gab tatsächlich einen Wirkungsgrad von 78 an? Für einen Diesel??

PPS

Rufen wir doch das Thema " Welcher Motor hat die besten Notlaufeigenschaften" oder so ähnlich ins Leben. Dann hat das mit dem Öl ein Ende und es wird nämlich über Lagermetalle resp. Gusslegierungen gepostet.

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Gruß, Steve :-P :D :-P


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BeitragVerfasst: So 6. Feb 2011, 17:34 
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Steve hat geschrieben:
Hi nach Hanau bzw. Diktat!

Jetzt wird´s aber leicht akademisch... :partyman:

PS

Herr Deutz gab tatsächlich einen Wirkungsgrad von 78 an? Für einen Diesel??

PPS

Rufen wir doch das Thema " Welcher Motor hat die besten Notlaufeigenschaften" oder so ähnlich ins Leben. Dann hat das mit dem Öl ein Ende und es wird nämlich über Lagermetalle resp. Gusslegierungen gepostet.



Nein! Er gab eine Motortemperatur von 78 Grad für den optimalen Wirkungsgrad an. Da verbrauchten die Messmotoren 130gr/PS x h wenn ich micht recht entsinne, rd. ein Drittel weniger als bis dahin üblich.

Das mit den Lagermetallen ist ein guter Vorschlag, da weiss doch keiner was. Ich weiss nur, dass der Bleianteil in der obersten Lage sehr hoch ist, wenn Kupfer kommt, ist das Lager schon hin. Ich habe mich aber immer gefragt, ob ein solches Lager wirklich verbessert wird, wenn es gehont wird :?

Sei doch so gut und rechne mal den tatsächlichen Öldruck am Pleuelfusslager der XJ beim Arbeitshub aus. :) Damit verständlich wird, was das mit dem Schmieröldruck und der Viskosität zu tun hat. Yamahas Mess-Verschleissgrenze liegt imho übrigens bei 6/100. Da kann man ja ne Mütze durchwerfen, sagen einige Mechaniker.

Grüße, Olaf

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BeitragVerfasst: So 6. Feb 2011, 20:00 
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4-6/100 ist das Lagerspiel, mit denen wir früher bei Eichberg die Ford
Motoren zusammengeschraubt haben. Und zwar sowohl Straßensport- als
auch reine Rennmotoren. Da wurden allerdings auch Dreistofflager
eingebaut. Erste Schicht ist Bleibronze mit sehr hohem Bleianteil und
Hauchdünn. Zweite Schicht auch Bleibronze, aber mit geringerem Bleianteil.
Die Schicht ist dann verhältismässig dick. Trägermaterial swiw Kupfer oder
Bronze. Verstärkte Ölpumpe mit größerer Fördemenge und höherem Druck
war natürlich zumindest bei den Rennmotoren auch drin.

LG

Karsten

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BeitragVerfasst: So 6. Feb 2011, 21:01 
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Bei Sportmotoren muss das wohl so sein. Wegen der höheren Wärmeentwicklung ist auch die Materialdehnung größer, man gibt ja auch ein größeres Kolbenlaufspiel. Nach entsprechender Laufzeit geht das Spiel imho auf angenehme 2-3 Hunderstel runter. Das ist so, wie wenn die Fahrer einer alten XJ im Sommer sagen: schnurrt wie ein Kätzchen oder singt wie eine Nähmaschine. Solange der Motor kalt ist läuft er halt meistens rauh und laut. Das´s nicht schön.

Und das bitte ich zu bedenken, wenn man synth. Öl fährt: Ein alter Motor mit Ölkühler an der Verschleissgrenze, schonend gefahren wird kaum über 80-90 Grad warm. Man braucht dann ein Öl, das eine Fluidität hat, die zu dem großen Laufspiel passt, oder eines, das entspr. Stabilisatoren für Druck und Scherfestigkeit hat. Es gibt solche synth. Öle, aber kaum ein Händler weist auf die speziellen Stabilisatoren hin. Die werden auch bei synth Ölen nicht als Schwebestoff zu gegeben, sondern molekular vernetzt. Die Hersteller sagen selbst, dass diese polymeren Bindungen nicht von Dauer sind, nach etwa 5000km sollte man wechseln.

Grundsätzlich gilt oder galt wohl: je höher die Filmfestigkeit eines Öles (Kolbengeschwindigkeit) desto geringer wird die Scherfestigkeit, (das Bestreben unter Druck an seiner Stelle zu verharren), wenn ich das richtig verstanden habe. In einem BMW Forum verwies mal ein Ölweiser darauf, dass es genau ein Ultra Mehrbereichsöl gäbe, das beides kann. Möglicherweise sind die Öle doch so gut wie ihr Ruf, aber es gibt wie gesagt wenig Information für die speziellen Eigenschaften.

Ich rechne bald mal den Druck im P-Lager der XJ aus und bringe dazu noch einen Beitrag.

Grüße, Olaf

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BeitragVerfasst: So 6. Feb 2011, 21:10 
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@crazy cow

Du bist der Beste!

Auweh! Da muss ich passen! Aber bei den Lagermetallen dürft Ihr Rotguss und Beryllium-Bronze nicht vergessen.

ABER:
Zitat:
Sei doch so gut und rechne mal den tatsächlichen Öldruck am Pleuelfusslager der XJ beim Arbeitshub aus.


Das ist sinnlos, da nur theoretischer Wert. Jeder Motor hat ja seine eigene Geschichte. Am End´fangen alle no zum Messen an bzw. malträtieren den Prüfstand in der Yammi-Werkstatt. Ein Horror!

Ganz abgesehen von MIRAMID - drüben hatte ja fast alles einen anderen Namen-, das beim Gestänge von Dampfloks (z.B. BR 01) zum Einsatz kam.

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Gruß, Steve :-P :D :-P


Zuletzt geändert von Steve am Mi 9. Feb 2011, 19:07, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: So 6. Feb 2011, 22:43 
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Dann mal aus dem Kopf:

1. Helmut Fath ✝, begnadeter Tuner fräste viel in Beryllium herum. Er wurde schwer krank davon und starb auch mit seinem Leiden.

2. Druck: bei einer 64er Bohrung hat der Kolben eine Oberfläche von etwa 3,2cm mal 3,2cm mal pi. 3mal hin und eins im Sinn macht rd. 32Quadratzentimeter. Bei einer "kalten" Verdichtung mit einem Druck von 10 bar wirkt also eine Kraft von 320kp (3200N) auf das Pleuel. Sie verteilt sich auf das obere Viertel des Pleuellagers (von NW bis NO),damit auf eine Fläche von etwa 10 Quadratzentimeter. (Bei einem Lager mit Null Spiel wäre sie etwas größer). Es wirkt also ein Druck von 320kp/10qcm = 32 bar auf das Pleuellager beim kalten Arbeitshub, mit Explosion wäre der imho noch dreimal so hoch. Es muss jedem klar sein, dass eine noch so gute Ölpumpe in genau diesem Moment, wenn es am dringendsten erforderlich ist, kein Öl ins Lager fördern kann.

Das Lager ist darauf angewiesen, dass das die Ölpumpe zwischen den Arbeitshüben erledigen kann und/oder das Öl auch unter diesem hohen Druck nicht seitlich aus dem Lager heraus spritzt. Dazu bedarf es der o.e. Scherfestigkeit, die übrigens bei mineralischen Ölen von Hause aus höher ist als bei synthetischen. Die Tatsache aber, dass die Motoren trotzdem halten, deutet aber darauf hin, dass auch die Festigkeit von synth. Ölen hoch genug ist. :) :) :)

Nur lässt sich eben Wasser leichter aus einer Fuge drücken als Honig. Das ist jetzt meine Meinung zur Veranschaulichung des Probs.

Warum halten die XJ Motoren trotz des schwachen Öldrucks trotzdem so ewig lang?

Sie haben m.W. deutlich weitere Ölspülkanäle als z.B. Honda Motoren. Nicht der Druck sagt etwas über die Leistungsfähigkeit einer Pumpe aus, sondern die Fördermenge resp. Förderhöhe. Weite Spülkanäle und großes Laufspiel verursachen keinen hohen Gegendruck, deshalb ist im System kein hoher Druck nachweisbar, aber es wird eine Wahnsinnsmenge durch gehauen. Die Lager sind immer voll.

Der Blutkreislauf eines Wale funzt m.W. ebenso. Bei Motoren mit engeren Spülkanälen und geringerem Laufspiel wird die Situation mit dünnflüssigem Öl verbessert, wie bei Arterienverkalkung mit Aspirin. :oops:

Grüße, Olaf

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BeitragVerfasst: Mo 7. Feb 2011, 07:46 
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Zitat:
..., aber es wird eine Wahnsinnsmenge durch gehauen. Die Lager sind immer voll.


Deshalb alle 6.000km der Ölwechsel?

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Gruß, Steve :-P :D :-P


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BeitragVerfasst: Mo 7. Feb 2011, 21:01 
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Steve hat geschrieben:
Zitat:
..., aber es wird eine Wahnsinnsmenge durch gehauen. Die Lager sind immer voll.


Deshalb alle 6.000km der Ölwechsel?


Das wohl eher, weil die Yamseningineure dem Öl der 80er Jahre nicht so
recht über den Weg trauten. Heut dürften 10000 km kein Problem darstellen.

LG

Karsten

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BeitragVerfasst: Do 10. Feb 2011, 23:23 
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Schrauber
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AEN (58L) hat geschrieben:
Das wohl eher, weil die Yamseningineure dem Öl der 80er Jahre nicht so
recht über den Weg trauten. Heut dürften 10000 km kein Problem darstellen.

LG

Karsten


Das sehe ich genauso und mache deshalb auch nur alle 10 Tausend einen Ölwechsel. Wichtig ist aber auch das Öl nicht ewig drin zu lassen. Ich wechsle zwar nicht genau nach 12 Monaten, aber nach 15 bis 18 Monaten fliegt das Zeug raus.

Gruß
Bert

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BeitragVerfasst: Mi 16. Nov 2011, 18:52 
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BeitragVerfasst: Mi 16. Nov 2011, 19:36 
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Hi!

Für den Motor:

20W50 mineralisch. Für den Endantrieb Castrol EPX 80w-90 GL5 Hypoidöl;- 0,2l Füllmenge sind korrekt.

Gruß, Steve

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BeitragVerfasst: Mi 16. Nov 2011, 19:54 
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Das hier:

Castrol EPX 90 mit GL5.

Zum Gruße,

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BeitragVerfasst: Mi 16. Nov 2011, 21:53 
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Wenn der Motor Öl braucht, braucht er tatsächlich mit dem 20W40 weniger.Sie haben es ja extra neu auf den Markt gebracht, ist nicht aus der Steinzeit über. Wird imho von Aral hergestellt. Bei miner. Ölen wird die Viskosität aus Additiven hergestellt. 50er hat also mehr oder stärkere Additive, die sinken schneller ab, oder man merkt das stärker. Die Standzeit des Öles ist damit imho auch nicht so hoch. Es ist um, wenn du den Leerlauf im Sommer nicht mehr findest oder die Kupplung nicht ordentlich trennt.

Das ist beim 40er Öl erfahrungsgemäß besser.

Olaf

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BeitragVerfasst: Mi 16. Nov 2011, 22:13 
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