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BeitragVerfasst: So 24. Feb 2013, 12:22 
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Klimawandler hat geschrieben:
man sollte grundsätzlich mit unrichtigen Aussagen zu diesem Thema die Kirche im Dorf lassen. "Richtige" Experten sehen das nämlich gar nicht so
eng(stirnig) wie man im Folgenden lesen kann:


Frage von Zeitschrift Motorrad :
"Spricht etwas gegen den Einsatz eines Billigöls, wenn man es dafür häufiger wechselt?"

Antwort Detlef Becker, Castrol, Marketing, Manager Motorcycle Central Europe:
"Solange Billigöle den Spezifikationen der Hersteller entsprechen, ist ein Einsatz zur Erhaltung der Gewährleistung des Herstellers unbedenklich."

http://www.motorradonline.de/zubehoer/oel-beratung-zu-motoroel-archivversion/139408


Lies doch mal zwischen den Zeilen... :roll:
Abzuleiten ist;
Das Motoröle verschleißen bzw. verbrauchen ihre Additive.
Altern tun sie auch...
Die Anfangsspezifikation verliert sich damit.
Wann?
Das ist von etlichen Faktoren abhängig.
Nicht zu letzt von der Art, Menge und Qualität der Additive.

Klar.
Um dies zu begegnen, könnte man ein "Billig-Öl" früher wechseln.
Aber wie minderwertig sind die Gebräue?
Wann ist der Vergang des jeweiligen Ölgemenge so weit, daß ein frühzeitiger Öl-Wechsel nötig wäre?
Eine Analyse des Öls ist in den meißten Fällen, unverhältnismäßig.
Ich empfehle bei der Auswahl des geeigneten Motoröls, preislich den goldenen Mittelweg zu gehen.
Und selbst verständlich auf Öle zurück zu greifen die für Getriebe, Motor und Kupplung im selben Öl-Bad, ausweislich geeignet sind.
Das sind in der Regel ; Motoröle die der zus.Spezi Yasso/Ma entsprechen.

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Gruß Bernd


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BeitragVerfasst: So 24. Feb 2013, 13:30 
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Klimawandler hat geschrieben:
man sollte grundsätzlich mit unrichtigen Aussagen zu diesem Thema die Kirche im Dorf lassen. "Richtige" Experten sehen das nämlich gar nicht so
eng(stirnig) wie man im Folgenden lesen kann:


Frage von Zeitschrift Motorrad :
"Spricht etwas gegen den Einsatz eines Billigöls, wenn man es dafür häufiger wechselt?"

Antwort Detlef Becker, Castrol, Marketing, Manager Motorcycle Central Europe:
"Solange Billigöle den Spezifikationen der Hersteller entsprechen, ist ein Einsatz zur Erhaltung der Gewährleistung des Herstellers unbedenklich."

http://www.motorradonline.de/zubehoer/oel-beratung-zu-motoroel-archivversion/139408



Was ist denn bloß los?
Es hat nie jemand etwas anderes behauptet, als der "richtige Experte". Zu meiner Aussage wurde der Experte von der Presse überhaupt nicht befragt!

Ich wiederhole:
Zitat:
Ein Motoröl erfüllt nicht per se die Werte, die auf der Flasche stehen.
1. Der Hersteller (und niemand anders) ordnet sein Öl einer bestimmten Klasse zu.


Und der Expertenbär fügt hinzu:
Zitat:
"Solange Billigöle den Spezifikationen der Hersteller entsprechen,

Das betrifft die Visko-, die Api- und die Jaso-Klassen. Bitte, wo ist der Widerspruch?

Wir hatten hier schon etliche Ölfreds ohne Tote, es wäre neu, wenn plötzlich das zusammen getragene nicht mehr stimmt. Allen Expertenaussagen von Castrolseite mal entgegen gehalten, ich habe das wirklich mal zeitintensiv recherchiert und hier veröffentlicht:
Alle Ölhersteller veröffentlichen in Datenblättern die Eckdaten zur Viskosität ihres Produktes. Immer zwei Werte, 0° und 200° Fahrenheit, manche geben einen dritten Wert bekannt, damit kann man eine Kurve, einen Graphen zum Verhalten des Öls bi steigenden Temperaturen ermitteln und einschätzen, ob das Öl in die entsprechende Klasse passt.

Castrol gibt gar keinen Wert in seinen technischen Daten bekannt. Nur mal so am Rande bemerkt.

Lange bevor Castrol seinen Pressesprecher (er ist kein Entwickler, kein Öl-Fachmann, er ist Marketing Fachmann) die richtigen Antworten zum Auswendiglernen gab, haben wir eine Shell Veröffentlchung hier ins Forum genommen. Sie kann genau so verkaufsfördernd gefärbt sein, aber sie widerspricht ebensowenig Schlossers oder meinen Ausführungen. (Unten ein ganz wesentlicher Auszug.)*

http://xjfahrer.bboard.de/board/ftopic- ... -6988.html

Ihr tut bitte ordentlich lesen und nochmal lesen und dann nochmal, bevor drauflos geschimpft wird, darf ich mir hier mal als Admin wünschen. Manchmal kriegt man auch einfach nur was in den falschen Hals.

Die Geschichte des Zoffs ist eine Geschichte voller Missverständnisse! :)

:oops:

Have a nice one!
Olaf

PS: wenn Interesse besteht, mach ich ein extra "Zoff-Forum" auf.
:) :) :)




_____________

* Auszug, nachgetragen:
Shell AG hat geschrieben:
*Viskositätsindexverbesserer
Ideal wäre ein Öl, das bei jeder Temperatur die gleiche Viskosität
aufweist, doch leider gibt es ein solches Öl nicht.
Viskositätsindexverbesserer helfen, ein Öl ein wenig mehr in diese
Richtung zu bringen. Dies geht aber nur auf Kosten der
Scherstabilität, außerdem neigen Viskositätsindexverbesserer besonders
in grossen Mengen dazu, den Motor gerade an empfindlichen Teilen wie
Kolben und Kolbenringnuten zu verschmutzen. Somit sollten sie gerade
im Motorradöl nur sparsam eingesetzt werden.


Die wichtigsten Grundöle:
------------------------------------------------------------------------------------------
------------------
Mineralöle
Mineralöle sind die am längsten bekannten und eingesetzten Grundöle.
Anfänglich wurden reine Mineralöle als Motoröl verwendet. Seit etwas
einem halben Jahrhundert werden Additive zugegeben, wodurch die
Leistungsfähigkeit der Motoröle drastisch gesteigert werden konnte.
Mineralöle sind von Natur Einbereichsöle und relativ einfach und
kostengünstig herzustellen.

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BeitragVerfasst: So 24. Feb 2013, 17:14 
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Klimawandler hat in seiner 4V8 immer die in der Betriebsanlanleitung angegebene Ölsorte eingefüllt. Da steht nix drin von JASO und Gedöns. Gewechselt wurde das Öl nur einmal pro Jahr, obwohl auch schon mal 12.000 km/a gefahren werden. Da die Güte eines Öls wenig mit seinem Preis zu tun hat wurde immer günstiges Öl gefahren. Der Motor hat es ihm gedankt mit nun fast 200.000km und fast keinem Ölverbrauch.

Zugegebenermaßen wird aber der Motor immer erst nach einer ausgedehnten Warmlaufphase leistungsmäßig gefordert.

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Wer für alles offen ist, ist nicht ganz dicht.


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BeitragVerfasst: So 24. Feb 2013, 18:12 
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Da hat sie einfach Glück gehabt.... :lol:

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Gruß Bernd


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BeitragVerfasst: So 24. Feb 2013, 18:18 
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Klimawandler hat geschrieben:
Klimawandler hat in seiner 4V8 immer die in der Betriebsanlanleitung angegebene Ölsorte eingefüllt. Da steht nix drin von JASO und Gedöns. Gewechselt wurde das Öl nur einmal pro Jahr, obwohl auch schon mal 12.000 km/a gefahren werden. Da die Güte eines Öls wenig mit seinem Preis zu tun hat wurde immer günstiges Öl gefahren. Der Motor hat es ihm gedankt mit nun fast 200.000km und fast keinem Ölverbrauch.

Zugegebenermaßen wird aber der Motor immer erst nach einer ausgedehnten Warmlaufphase leistungsmäßig gefordert.


Ich persönlich finde das auch voll ok, wenn viel gefahren wird. Wie gesagt, es wird nirgends ordentlich beschrieben, wodurch der Verschleiss der Additive beeinflusst wird und es wäre unvernünftig zu glauben, dass das schlagartig passiert. Möglicherweise halten viele Additive schon 20tkm.

Der Test für die Eignung eines Öls bei Nasskupplungen wird in der Jaso oder der Jaso II, einer japanischen Norm, beschrieben. Enthält das Öl keinen Hinweis darauf, ist ein solcher Test nicht durchgeführt worden und auch wahrscheinlich kein entspr. Additiv vorhanden. Mitteleurop. Öle zum Beispiel für PkW. Sie schmieren wie gesagt auch einen Mopedmotor trotzdem, mitunter wird die Kupplung zu gut geschmiert.

Das ist übrigens aus leidvoller persönlicher Erfahrung ein guter Indikator bei den großen Motoren: Schon nach 6-8tkm findet man im Sommer den Leerlauf nicht mehr. Ölwechsel hilft.

Gruß, Olaf

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BeitragVerfasst: So 24. Feb 2013, 19:07 
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bei allem Respekt, aber Wechselintervalle von 20tkm sind beim PKW schon länger Standard, auch gerne mal nach zwei Jahren. Da ist der Angstfaktor bereits enthalten, d.h. die Öle halten im Normalfall auch durchaus 30 tkm und mehr. 20 tkm ist der Ansatz für den übelsten Einsatz.
Natürlich haben die PKW-Motoren ein größeres Ölvolumen und häufig auch eine niedrigere Literleistung, sowie geringere Betriebsdrehzahlen, aber in der Summe ist ein Wexel nach nur 5 tkm schon arg vorsichtig angesetzt.

rr

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4BB 92PS (Wallache, Stuten und Fohlen)

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BeitragVerfasst: Mo 25. Feb 2013, 10:27 
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rrichard hat geschrieben:
bei allem Respekt, aber Wechselintervalle von 20tkm sind beim PKW schon länger Standard, auch gerne mal nach zwei Jahren. Da ist der Angstfaktor bereits enthalten, d.h. die Öle halten im Normalfall auch durchaus 30 tkm und mehr. 20 tkm ist der Ansatz für den übelsten Einsatz.
Natürlich haben die PKW-Motoren ein größeres Ölvolumen und häufig auch eine niedrigere Literleistung, sowie geringere Betriebsdrehzahlen, aber in der Summe ist ein Wexel nach nur 5 tkm schon arg vorsichtig angesetzt.

rr

Das ist überhaupt nicht vergleichbar.
Fahr mal ein Pkw-Motoröl im Getriebe 5000Km.
Da nach schmeißt du noch den Kupplungsabrieb da rein.
Ab durch den Filter.. und dann gehts noch mal 5000Km als Motoröl durch den Motor.
Und das alles mit irgend einem "Billigöl"... ;)

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Gruß Bernd


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BeitragVerfasst: Mo 25. Feb 2013, 11:39 
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Crazy Cow hat geschrieben:
Der Test für die Eignung eines Öls bei Nasskupplungen wird in der Jaso oder der Jaso II, einer japanischen Norm, beschrieben. Enthält das Öl keinen Hinweis darauf, ist ein solcher Test nicht durchgeführt worden und auch wahrscheinlich kein entspr. Additiv vorhanden. Mitteleurop. Öle zum Beispiel für PkW. Sie schmieren wie gesagt auch einen Mopedmotor trotzdem, mitunter wird die Kupplung zu gut geschmiert.

Das ist übrigens aus leidvoller persönlicher Erfahrung ein guter Indikator bei den großen Motoren: Schon nach 6-8tkm findet man im Sommer den Leerlauf nicht mehr. Ölwechsel hilft.


Ich denke, das ist der Punkt.

"Früher" waren viele Leute der Meinung, man kann auch irgendein Billigöl aus dem Baumarkt für DM 4,98 im 5 Liter Kanister kaufen und ins Motorrad gießen solange da API/ SF CC oder besser draufsteht.

Klar kann man. Der Motor läuft sogar auch. Im Gegensatz zum Auto hast du beim Motorrad meist aber nur einen Ölkreislauf der Kupplung und Getriebe mitversorgt, und in diesen Baugruppen macht sich das Autoöl dann eben nicht besonders gut. Oft fängt die Kupplung bei höheren Drehzahlen an zu rutschen. Andere Probleme folgen.

Oft geht dann die Schrauberei los, z.B. nimmt der ambitionierte Motorradamateuer in seiner schlechtbeleuchteten Heimwerkstätte an dieser Stelle oft erstmal einen scheinbar auch sehr erfolgreich verlaufenden Kupplungsaustausch vor mit dem man bei den Kumpels danach erstmal bischen angeben und echte Kenne vortäuschen kann. Sowas lässt das Motorradfahrerherz gleich immer paar Takte höher schlagen. Bei Getriebeproblemen gehts dann schon für deutlich mehr Geld in die deutlich besser beleuchtete Fachwerkstatt. Sonntäglich wiederkehrend gern erzählte Legenden entstehen wie: "Ich hatte 2 Suzukis aber bei allen war die Kupplung scheisse. Bei Honda taugt das Getriebe nichts, da hatte ich ständig Probleme mit.....etc."

Aber nen Umstieg auf anderes Öl hätte eben auch geholfen, das wissen eben viele nur nicht weil die allenfalls noch denken: "Laut Spezifikation des Herstellers ist ja......" Und wenn man das Zeug in nen Porsche füllen kann müsste es in ner 450er Kawa mit 27 PS ja auch laufen. Tut es eben nicht. Bzw. nur kurz.

Aber Motorradfahrer die mehr als 5.000 km im Jahr fahren sind eh selten und so bleiben alle Probleme meisst im Rahmen des Ölwechselintervalls. Bzw. im nächsten oder übernächsten Jahr einfach in der Garage stehen. Gibt ja jedes Jahr wieder genügend neue Beispiele :D

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Da es sich um eine private Meinungsäußerung handelt, ist jedweder Garantie oder weitere Gewährleistung ausgeschlossen ;-)

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BeitragVerfasst: Mo 25. Feb 2013, 13:06 
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Schrauber
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Der ambitionierte Motorradamateur. So einer war und bin ich wohl immer noch. Vor zwanzig, dreißig Jahren war es für den technisch interessierten Laien mit gefährlichem Halbwissen (so einer wie ich) auch keinesfalls so einfach, an all diese Informationen zu kommen wie nun heute, z.B. hier in diesem Forum.

Ich habe, glaube ich, in den 70ern, 80ern und 90ern niemals "Motorradöl" gekauft. Mitte der 80er hatte ich eine Z 1300 und nahm an, mit Vollsynthetik tue ich ihr etwas Gutes. Sie hat mich bis zum km- Stand von 120.000 begleitet, auch wenn ich damals verstärkte Kupplungsfedern einbauen durfte. Die 1200er Triumph Trophy Bj. 91, fast neu gekauft, schluckte ebenfalls bis über 120.000 km Vollsynthetik für´s Auto und die FZR 1000 3LE von km 29.000 bis km 115.000 ebenso.

Das waren nur ein paar Beispiele, und da ich nun hier durch das Forum weiß, was das "richtige" Öl ist, habe ich (oder meine Motoren) damals wohl vorzügliche Schutzengel gehabt. Das einzige Manko waren, wie erwähnt, die verstärkten Kupplungsfedern für die Z 1300. Die hatte eine riesige Delta- Design- Vollverkleidung. Ich hatte die Airbox geändert und so eine Art Ram Air gebaut und machte die nun angesaugte kühlere Luft für die gefühlte Mehrleistung verantwortlich.

Was ich eigentlich sagen will: es ist prima, daß man heute so viel leichter an solche Informationen herankommt. Damals gab es kein Internet, aber z.B. die Zeitung "MOTORRAD". Die war zur Hälfte voll mit Werbung und der Rest war zwar schön zu lesen und zu gucken, aber so richtig ans Eingemachte gingen die eher selten. Wer aus dem Bekanntenkreis gute Kenne über die Schrauberei hatte, ging damit keinesfalls hausieren. Hätte ich ja auch nicht gemacht.

Man kam als Nicht- Kfzler viel eher als heute in die Verlegenheit, Lehrgeld zahlen zu dürfen und daß das heute besser ist, finde ich gut. Der ganze Spaß ist doch so schon teuer genug. Ich für meinen Teil bin hier im Forum sehr gern als stiller Genießer unterwegs, auch wenn ich den einen oder anderen verbalen Umgang miteinander nicht so wirklich verstehe. Aber das ist eine andere Geschichte. Und nun hoffe ich daß es endlich zu schneien aufhört, der ganze Mist wegtaut, die Sonne herauskommt und die Temparaturen sich so bei 15 Grad Celsius einpendeln, bei möglichst geringer Luftfeuchte. Ich will nämlich endlich wieder Mopedfahren!

In diesem Sinne

Schaschel

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Ein Gruß vom Alfred.


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BeitragVerfasst: Mo 25. Feb 2013, 15:12 
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Ja, das ist wohl so. Die Information ist besser geworden, die Beschaffung aber auch mit Internet und so. Dann lieber das richtige nehmen.

Bei den Foren ist es aber so, dass wir hier nun ein sehr spezielles Technik Forum sind, dass sich mit einem ganz bestimmten Motorentyp auseinandersetzt. Ich kenne genau die gleichen harten, eher schlimmere Diskussionen aus Moped oder Gespannforen, wo nun viele verschiedene Konzepte vertreten sind, und ich muss mal unflätig anmerken, dass es einfach schwachsinnig ist, Äpfel und Birnen zu einem Pflaumenmus verkochen zu wollen.
Es macht natürlich einen Unterschied, ob an einen Motor per Trockenkupplung ein separates Getriebe angedockt ist oder nicht. Was für Guzzi, BMW und Harley gilt, muss noch lange nicht gut sein für einen typischen Japaner und auch da gibt es Unterschiede. Polo und Louis gehen da bei den Produktbeschreibungen z.B. auch nicht drauf ein. "Bevorzugt für große 2-Zylinder,..." Weisst Bescheid?

Die langjährige Aussage von Yamaha "Mineralöl" muss nicht nur mit der Kupplung zusammenhängen, ich vermute da auch einen Hintersinn, wie Richard ihn beschrieben hat. Die Basis von synthetischen Ölen ist vlt. einfach zu dünnflüssig. Wie gesagt: die Ölflasche enthält keine Viskositäts- oder Fluiditätsangaben der Trägersubstanz sondern Klassenzuordnungen.
Der Druck wird aber nicht nur an der Ölpumpe erzeugt, sondern vor allem an den Schmierstellen.

Und a weng Druck brauchts scho.

Olaf

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BeitragVerfasst: Di 26. Feb 2013, 01:22 
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rrichard hat geschrieben:
bei allem Respekt, aber Wechselintervalle von 20tkm sind beim PKW schon länger Standard, auch gerne mal nach zwei Jahren. Da ist der Angstfaktor bereits enthalten, d.h. die Öle halten im Normalfall auch durchaus 30 tkm und mehr. 20 tkm ist der Ansatz für den übelsten Einsatz.
Natürlich haben die PKW-Motoren ein größeres Ölvolumen und häufig auch eine niedrigere Literleistung, sowie geringere Betriebsdrehzahlen, aber in der Summe ist ein Wexel nach nur 5 tkm schon arg vorsichtig angesetzt.

rr

Völlig falsch gedacht, sorry.

Bei gängigen Mopped-Viertaktern kommt noch die Getriebeschmierung UND die Ölbadkupplung mit völlig anders angelegten Bedürfnissen hinzu.

Und genau dort werden die Ölmoleküle "gecrackt", weil hohe Druckbelastung, Verschmutzung durch Abrieb etc. hinzukommt, mal abgesehen vom thermisch höher angesiedelten Arbeitsbereich des Moppedmotors.

Ein normaler Automotor ist öltechnisch absoluter Spielkram, ein Moppedmotor NICHT!

Übrigens war mein 500er Rotax Eintopf nach etwa 1500Km mit "Auto-Öl" kaum noch im normalen Verkehr fahrbar, an der Ampel mußte man den Motor ausschalten um den Leerlauf hineinzubekommen.

Einige Spezialisten wechselten deshalb die Kupplung an ihren Rotaxen alle 30000Km, das war mir zu blöd. Ich bin stattdessen auf Markenöl mit "JASO MA" Spezifikation umgestiegen und hatte plötzlich einen völlig neuen Motor der sich auch nach 8000Km problemlos schalten ließ!

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Gruß
Hermann


Zuletzt geändert von Hermann am Di 26. Feb 2013, 02:15, insgesamt 2-mal geändert.

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BeitragVerfasst: Di 26. Feb 2013, 01:38 
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Na sach ich doch ! :D

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BeitragVerfasst: Di 26. Feb 2013, 01:58 
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Macher
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Schaschel hat geschrieben:
Das einzige Manko waren, wie erwähnt, die verstärkten Kupplungsfedern für die Z 1300.

Zunächst mal gab es damals kein spezielles Mopped-Öl, meines Wissens hat SHELL als einer der ersten Großen sowas rausgebracht.

Slogan damals "Ein Motorradmotor ist doch KEIN Automotor" und es war ein 20W-40 Öl.

Und warum sollte ein Motorradmotor kein Autoöl vertragen? Solange kein Getriebe und/oder eine Ölbadkupplung mit im Spiel ist, gibt es keine Probleme (BMW, GUZZI usw.)

Doch in dem Moment wo Getriebe & Co dazukommen, herrschen völlig andere Verhältnisse.

Ich habe keinen Bock, darauf näher einzugehen, deshalb ein Beispiel: Es gab zu Zeiten der Zweitakt-Moped-Hersteller (auch Roller ohne Automatik) seitens der Hersteller immer die Freigabe, daß man "Autoöl" benutzen durfte, falls das vorgegebene "SAE 80W - API GL4" Getriebeöl nicht zu beschaffen war. Gleichzeitig bedeutete das aber auch eine drastische Reduzierung der Wechselintervalle um die Hälfte oder noch mehr.

Ganz einfach weil das "normale" Autoöl den Anforderungen nicht solange gewachsen war wie ein spezielles Öl. Völlig egal ob Synthetik oder nicht.

Öl nach JASO MA ist auf jeden Fall für ein Motorrad IMMER die bessere Wahl, weil nur bei diesen Ölen versucht wird die widersprüchlichen Anforderungen unter einen Hut zu bringen.

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Gruß
Hermann


Zuletzt geändert von Hermann am Di 26. Feb 2013, 02:00, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: Di 26. Feb 2013, 01:59 
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>Norbert< xj750 hat geschrieben:
Na sach ich doch ! :D

Ganz genau, aber wie erzählen wirs den Ungläubigen? ;)

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Hermann


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BeitragVerfasst: Di 26. Feb 2013, 02:08 
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>Norbert< xj750 hat geschrieben:
Aber nen Umstieg auf anderes Öl hätte eben auch geholfen, das wissen eben viele nur nicht weil die allenfalls noch denken: "Laut Spezifikation des Herstellers ist ja......" Und wenn man das Zeug in nen Porsche füllen kann müsste es in ner 450er Kawa mit 27 PS ja auch laufen. Tut es eben nicht. Bzw. nur kurz.

DIE beste Aussage überhaupt! :top:

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