AEN (58L) hat geschrieben:
Federn werden unten mit dem Hakenschlüssel eingestellt. Unterm Gummi stellt man die Dämpfung ein. Wenn die Konis noch fit sind, passt Stellung 1 eigentllich immer. Höhere Einstellungen sind eigentlich nur da, um Verschleiß auszugleichen.
LG
Karsten
Moin,
ganz so einfach ist es auch nicht.
1. Feder und Dämpfer müssen aufeinander abgestimmt sein, wird die Feder härter gestellt, muss auch der Dämpfer härter gestellt werden.
2. Ist die Feder rel. zu hart für den Dämpfer, federt sie zu weit aus, überschwingt.
3. ist der Dämfer zu hart, stuckerts. d.h. ungefederte nur bedämpfte Masse wirkt auf den Reifen. Der federt aber unkontolliert. Der Dämfer verschleisst auch zu schnell.
4. Wann braucht man eine härtere Einstellung?
- Bei höherem Gewicht (des Fahrers, der Zuladung)
- Bei höherer Durschnittsgeschwindigkeit. Schlaglöcher, Huppel oder Mulden werden bei höherer Geschwindigkeit kürzer, bleiben aber genauso tief. Feder und Dämfer müssen den gleichen Bewegungsablauf schneller absolvieren als bei langsamer Fahrt, d.h. die einwirkenden Kräfte werden grösser, ohne dass das Gewicht grösser wird. Es ist aber die gleiche Voraussetzung.
- Bei schnellerer Kurvenfahrt. Ich Schräglage wirkt das Gewicht der Maschine zum Teil Rtg. Erdboden, zum Teil aber Rtg. Kurve aussen, dah. die Masse geht in die Federn. Je schneller ich eine Kurve durchfahre, desto höher ist G (ein vielfaches der Erdanziehung). Sind Feder und Dämfer zu weich eingestellt, schlägt die Feder durch. Der Reifen katapultiert die Masse unkontrolliert zurück. So geschehen in den ersten Rennjahren in der Steilkurve von Monza. Die Fahrzeuge wurden bei hoher Geschwindigkeut auf den Federanschlag gedrückt und waren nicht mehr kontrollierbar.
Du hast beim Koni 3 Feder und 4 Dämfereinstellungen.
Gruss
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wi müssen all tau Moder warn, tau Moder ... tau Moder ...!
